Vogel des Jahres
Vogel des Jahres
Die Aktion „Vogel des Jahres“ wird seit 1971 vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) gemeinsam mit dem Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) durchgeführt. Damit zählen diese beiden Organisationen zu den Vorreitern, die durch die jährliche Wahl gezielt auf bedrohte Vogelarten und ihre Lebensräume aufmerksam machen.
Auch international fand die Initiative Anklang: Von 2000 bis 2020 wurde der jeweilige Jahresvogel in Deutschland von BirdLife Österreich übernommen und dort ebenfalls zum „Vogel des Jahres“ gekürt.
Erstmals wurde der Vogel des Jahres 2021 durch eine öffentliche Abstimmung bestimmt.
Wie wird der Vogel des Jahres ausgewählt?
Die Wahl zum Vogel des Jahres orientiert sich vor allem an der Gefährdung einer Art oder ihres Lebensraums durch menschliche Einflüsse. Ziel ist es, auf aktuelle Probleme im Naturschutz aufmerksam zu machen und gezielt für den Schutz bestimmter Arten zu sensibilisieren.
Dabei kann es vorkommen, dass eine Art mehrfach ausgezeichnet wird.
Beispiele hierfür sind das Rebhuhn (1991 / 2026), der Weißstorch (1984 / 1994), der Eisvogel (1973 / 2009), die Feldlerche (1998 / 2019), das Rotkehlchen (1992 / 2021), der Wiedehopf (1976 / 2022) sowie das Braunkehlchen (1987 / 2023).
Vogel des Jahres 2026 - Das Rebhuhn
Ein kleiner Feldvogel mit großer Bedeutung
Das Rebhuhn (Perdix perdix) steht sinnbildlich für den Zustand unserer Agrarlandschaften. Als stark gefährdete Art lebt es auf Feldern und landwirtschaftlich genutzten Flächen, wo man in den frühen Morgen- und Abendstunden den markanten Ruf der Hähne hören kann. Doch genau dort wird es zunehmend still - das Rebhuhn ist heute leider immer seltener geworden.
Rebhuhn ist Jahresvogel 2026
Das Rebhuhn wurde zum Jahresvogel 2026 gewählt und tritt damit die Nachfolge des Hausrotschwanzes an. Mit 81.855 Stimmen (44,5 Prozent) setzte sich der charakteristische Feldvogel klar durch. Auf Platz zwei folgte die Amsel mit 49.011 Stimmen (26,6 Prozent).
Zur Wahl standen insgesamt fünf Arten: Rebhuhn, Amsel, Waldohreule, Schleiereule und Zwergtaucher. Vom 2. September bis 9. Oktober 2025 konnte die Öffentlichkeit abstimmen – jeder Kandidat machte dabei auf eigene Herausforderungen im Naturschutz aufmerksam.














































