Vogelart - Pirol

Pirol (Oriolus oriolus)

Blaukehlchen (Luscinia svecica) - Foto: © www.birdphoto.nlBlaukehlchen (Luscinia svecica) - Foto: © www.birdphoto.nl

Über den Pirol (Oriolus oriolus)

Pirol (Oriolus oriolus) - Foto: © www.birdphoto.nlPirol (Oriolus oriolus) - Foto: © www.birdphoto.nl

Der Pirol (Oriolus oriolus) ist ein auffällig gefärbter Singvogel aus der Familie der Pirole (Oriolidae). Das leuchtend gelbe Männchen zählt zu den farbenprächtigsten Vögeln Europas. Trotz seiner auffälligen Färbung lebt der Pirol meist verborgen hoch in den Baumkronen und wird häufiger gehört als gesehen.

Der Gesang des Pirols ist melodisch und flötend und wird oft mit „dü-delüü-lio“ oder „büloo-büloo“ beschrieben. Daneben gibt es raue, krächzende Warnrufe und scharfe Kontaktrufe. Vor allem im Frühjahr ist der Gesang weithin hörbar.

Vogel des Jahres:
Der Pirol war im Jahr 1990 "Vogel des Jahres" in Deutschland.

Aussehen

Der Pirol wird etwa 22 bis 25 cm groß. Das Männchen besitzt ein leuchtend gelbes Gefieder mit schwarzen Flügeln und Schwanz. Das Weibchen ist deutlich unauffälliger und olivgrün bis gelblich gefärbt. Beide Geschlechter haben einen rosafarbenen Schnabel und rötlichbraune Augen.

Nahrung

Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Insekten wie Raupen, Käfern und Heuschrecken. Im Sommer und Spätsommer frisst der Pirol außerdem Beeren, Kirschen und andere Früchte. Die Nahrung wird überwiegend in den Baumkronen gesucht.

Lebensraum

Der Pirol bevorzugt lichte Laubwälder, Auwälder, große Parks, Obstgärten und baumreiche Landschaften. Besonders wichtig sind hohe Laubbäume in ruhiger Umgebung, häufig in Gewässernähe.

Nestbau

Das Weibchen baut ein tiefes, napfförmiges Nest, das wie eine Hängematte zwischen zwei Ästen befestigt wird. Es besteht aus Gräsern, Pflanzenfasern und Rindenstreifen. Meist werden drei bis fünf Eier gelegt.

Blaukehlchen (Luscinia svecica) - Foto: © www.birdphoto.nlBlaukehlchen (Luscinia svecica) - Foto: © www.birdphoto.nl

Verbreitung

Der Pirol brütet in weiten Teilen Europas sowie in West- und Zentralasien. Als Langstreckenzieher überwintert er im tropischen und südlichen Afrika und kehrt im Frühjahr in seine Brutgebiete zurück.

Bestand

Weltweit gilt der Pirol als nicht gefährdet. In einigen Regionen Mitteleuropas gehen die Bestände jedoch durch den Verlust geeigneter Lebensräume und Veränderungen in der Landnutzung zurück.

Bestand

Zu den natürlichen Feinden gehören Greifvögel, Krähen, Marder und Hauskatzen. Besonders Eier und Jungvögel sind während der Brutzeit gefährdet. Auch Lebensraumverlust wirkt sich negativ auf die Bestände aus.

Spezielles über den Pirol

Der Pirol wurde 1990 zum Vogel des Jahres in Deutschland gewählt. Sein deutscher Name geht vermutlich auf das spätlateinische Wort pyrrhulus zurück. Trotz seines tropisch wirkenden Gefieders ist der Pirol der einzige Vertreter seiner Familie, der in Europa heimisch ist.

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