Vogelart - Pirol
Pirol (Oriolus oriolus)


Aussehen
Der Pirol wird etwa 22 bis 25 cm groß. Das Männchen besitzt ein leuchtend gelbes Gefieder mit schwarzen Flügeln und Schwanz. Das Weibchen ist deutlich unauffälliger und olivgrün bis gelblich gefärbt. Beide Geschlechter haben einen rosafarbenen Schnabel und rötlichbraune Augen.
Nahrung
Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Insekten wie Raupen, Käfern und Heuschrecken. Im Sommer und Spätsommer frisst der Pirol außerdem Beeren, Kirschen und andere Früchte. Die Nahrung wird überwiegend in den Baumkronen gesucht.
Lebensraum
Der Pirol bevorzugt lichte Laubwälder, Auwälder, große Parks, Obstgärten und baumreiche Landschaften. Besonders wichtig sind hohe Laubbäume in ruhiger Umgebung, häufig in Gewässernähe.
Nestbau
Das Weibchen baut ein tiefes, napfförmiges Nest, das wie eine Hängematte zwischen zwei Ästen befestigt wird. Es besteht aus Gräsern, Pflanzenfasern und Rindenstreifen. Meist werden drei bis fünf Eier gelegt.


Verbreitung
Der Pirol brütet in weiten Teilen Europas sowie in West- und Zentralasien. Als Langstreckenzieher überwintert er im tropischen und südlichen Afrika und kehrt im Frühjahr in seine Brutgebiete zurück.
Bestand
Weltweit gilt der Pirol als nicht gefährdet. In einigen Regionen Mitteleuropas gehen die Bestände jedoch durch den Verlust geeigneter Lebensräume und Veränderungen in der Landnutzung zurück.
Bestand
Zu den natürlichen Feinden gehören Greifvögel, Krähen, Marder und Hauskatzen. Besonders Eier und Jungvögel sind während der Brutzeit gefährdet. Auch Lebensraumverlust wirkt sich negativ auf die Bestände aus.
Spezielles über den Pirol
Der Pirol wurde 1990 zum Vogel des Jahres in Deutschland gewählt. Sein deutscher Name geht vermutlich auf das spätlateinische Wort pyrrhulus zurück. Trotz seines tropisch wirkenden Gefieders ist der Pirol der einzige Vertreter seiner Familie, der in Europa heimisch ist.
