Vogelart - Heckenbraunelle
Heckenbraunelle (Prunella modularis)


Aussehen
Die Heckenbraunelle wird etwa 14 bis 15 cm groß und wiegt rund 20 Gramm. Kopf und Brust sind grau gefärbt, während Rücken und Flügel braun-schwarz gestreift erscheinen. Charakteristisch ist der dünne, dunkle Schnabel. Männchen und Weibchen sehen fast gleich aus.
Nahrung
Im Sommer frisst die Heckenbraunelle vor allem Insekten, Spinnen, Larven und kleine Schnecken. Im Winter stehen Samen, Beeren und feine Pflanzensamen auf dem Speiseplan. Die Nahrung wird meist am Boden unter Sträuchern gesucht.
Lebensraum
Die Art lebt in Hecken, Gebüschen, Gärten, Parks sowie an Waldrändern und in jungen Nadelwäldern. Besonders wichtig sind dichte Strukturen mit viel Deckung. Im Gebirge kommt sie bis in die Krummholzregion vor.
Nestbau
Das Nest wird niedrig über dem Boden in dichtem Gebüsch oder jungen Nadelbäumen gebaut. Es besteht aus Halmen, Moos sowie Haaren und Federn. Meist gibt es zwei Bruten pro Jahr mit drei bis sechs blaugrünen Eiern.


Verbreitung
Die Heckenbraunelle ist in großen Teilen Europas verbreitet und kommt bis zum Ural vor. In Mitteleuropa ist sie vielerorts Stand- oder Teilzieher. Einige Populationen überwintern im Mittelmeerraum oder in Nordafrika.
Bestand
Der Bestand gilt insgesamt als stabil. In Europa leben schätzungsweise zwölf bis 26 Millionen Brutpaare. Harte Winter können regional jedoch zu starken Bestandsverlusten führen.
Feinde
Zu den natürlichen Feinden zählen Katzen, Greifvögel, Marder, Krähen und Eichhörnchen. Besonders Nester und Jungvögel sind gefährdet, da die Nester oft bodennah gebaut werden.
Besonderheiten:
Die Heckenbraunelle besitzt ein ungewöhnlich komplexes Paarungsverhalten. Weibchen können sich mit mehreren Männchen paaren, und manchmal helfen mehrere Männchen gemeinsam bei der Jungenaufzucht.
