Vogelart - Gimpel

Gimpel (Pyrrhula pyrrhula)

Blaukehlchen (Luscinia svecica) - Foto: © www.birdphoto.nlBlaukehlchen (Luscinia svecica) - Foto: © www.birdphoto.nl

Über den Gimpel (Pyrrhula pyrrhula)

Gimpel (Pyrrhula pyrrhula) - Foto: © www.birdphoto.nlGimpel (Pyrrhula pyrrhula) - Foto: © www.birdphoto.nl

Der Gimpel (Pyrrhula pyrrhula), auch Dompfaff genannt, ist ein mittelgroßer Singvogel aus der Familie der Finken (Fringillidae). Besonders das Männchen fällt durch seine leuchtend rote Brust auf. Die Art lebt überwiegend in Wäldern, Parks und strukturreichen Gärten und gilt als eher scheu.

Der Gesang des Gimpels ist ruhig, weich und flötend. Typisch ist außerdem der sanfte Kontaktlaut „düh“ oder „diü“, der oft schon zu hören ist, bevor der Vogel entdeckt wird.

Vogel des Jahres:
Die Nachtigall war im Jahr 1995 "Vogel des Jahres" in Deutschland.

Aussehen

Der Gimpel wird etwa 15 bis 18 cm groß. Das Männchen besitzt eine leuchtend rote Brust, einen schwarzen Kopf und einen blaugrauen Rücken. Weibchen sind an der Unterseite graubraun gefärbt. Beide Geschlechter haben einen kräftigen schwarzen Schnabel und einen auffälligen weißen Bürzel.

Nahrung

Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Samen, Knospen, Beeren und jungen Trieben. Während der Brutzeit werden zusätzlich Insekten und andere kleine Wirbellose an die Jungvögel verfüttert. Der kräftige Schnabel eignet sich hervorragend zum Öffnen harter Samen.

Lebensraum

Der Gimpel bevorzugt Fichten- und Mischwälder mit dichtem Unterholz. Außerdem kommt er in Parks, Friedhöfen, Obstgärten und naturnahen Gärten vor. Besonders wichtig sind ruhige Lebensräume mit Sträuchern und Bäumen.

Nestbau

Das Nest wird gut versteckt in Sträuchern oder kleinen Bäumen gebaut. Es besteht aus Zweigen, Wurzeln und feinen Halmen. Das Weibchen legt meist vier bis sechs Eier und übernimmt den größten Teil der Brut. Beide Eltern füttern anschließend die Jungvögel.

Blaukehlchen (Luscinia svecica) - Foto: © www.birdphoto.nlBlaukehlchen (Luscinia svecica) - Foto: © www.birdphoto.nl

Verbreitung

Der Gimpel ist in weiten Teilen Europas sowie in Vorder- und Ostasien verbreitet. In Mitteleuropa ist er überwiegend Stand- und Strichvogel, während nördliche Populationen im Winter weiter nach Süden ziehen.

Bestand

Der Gimpel gilt weltweit als nicht gefährdet. Die Bestände in Europa sind insgesamt stabil, auch wenn es regional durch Veränderungen im Lebensraum zu Schwankungen kommen kann.

Feinde

Zu den natürlichen Feinden gehören Sperber, Habichte, Marder und Hauskatzen. Eier und Jungvögel werden außerdem von Krähen und Eichhörnchen bedroht.

Spezielles über den Gimpel

Früher galt der Gimpel wegen seiner Vorliebe für Obstbaumknospen als Obstgartenschädling. Heute ist er ein beliebter Gast an Futterstellen und wird wegen seines farbenprächtigen Gefieders und seines ruhigen Wesens geschätzt. Der Name „Dompfaff“ erinnert an die rote und schwarze Kleidung früherer Domherren.

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