Vogelart - Gebirgsstelze
Gebirgsstelze (Motacilla cinerea)


Aussehen
Die Gebirgsstelze wird etwa 17 bis 20 cm groß und besitzt einen besonders langen Schwanz. Die Oberseite ist grau, die Unterseite kräftig gelb. Männchen tragen im Brutkleid eine schwarze Kehle mit weißen Bartstreifen, Weibchen haben eine helle Kehle. Auffällig sind außerdem der weiße Überaugenstreif und der grüngelbe Bürzel.
Nahrung
Die Nahrung besteht überwiegend aus Insekten, Fliegen, Käfern, Libellenlarven und anderen wirbellosen Tieren. Die Gebirgsstelze sucht ihre Beute an Gewässerufern, watet häufig durchs flache Wasser und fängt Insekten auch im Flug.
Lebensraum
Die Art bevorzugt schnell fließende Bäche und Flüsse mit Kies- oder Geröllufern. Als Brutplätze dienen häufig Brücken, Wehre, Mauern oder Mühlen in der Nähe des Wassers. Sie kommt sowohl im Bergland als auch im Flachland vor.
Nestbau
Das Nest wird in Mauernischen, Erdlöchern oder Felsspalten in Gewässernähe gebaut und besteht aus Moos und Gras. Es wird mit Haaren ausgepolstert. Meist werden vier bis sechs Eier gelegt, oft gibt es zwei Bruten pro Jahr.


Verbreitung
Die Gebirgsstelze ist von Westeuropa über Nordafrika bis nach Ostasien verbreitet. In Mitteleuropa ist sie vielerorts Brutvogel. Nördliche Populationen ziehen im Winter nach Süd- und Westeuropa sowie nach Afrika und Asien.
Bestand
Die Art gilt weltweit als nicht gefährdet. Nach regionalen Rückgängen im 20. Jahrhundert haben sich viele Bestände wieder erholt und gelten heute als stabil.
Feinde
Zu den natürlichen Feinden gehören Greifvögel, Katzen, Marder und Krähen. Besonders Eier und Jungvögel sind während der Brutzeit gefährdet.
Spezielles über die Gebirgsstelze
Die Gebirgsstelze wippt fast ununterbrochen mit ihrem langen Schwanz. Im Gegensatz zu anderen Stelzen ist sie besonders eng an fließende Gewässer gebunden und brütet häufig an Brücken, Wehren oder Mühlen.
