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Amsel (Turdus merula)

Amsel (Turdus merula)
Foto: © 
www.birdphoto.nl
Die Amsel (auch Schwarzdrossel genannt) zählt in Europa zu einer der am weitesten verbreiteten Vertreter der Familie der Drosseln und ist eine der bekanntesten Vogelarten überhaupt.
Das Gefieder der Männchen ist einfarbig schwarz (kann hier und da graue bis bronzefarbige Stellen aufweisen) und der Schnabel sowie der Augenring sind auffällig hellgelb bis orange.
Amselweibchen sind eher bäunlich wobei Kinn und Kehle eher hell schmutziggrau bis rötlichbraun mit dunkler Streifung gefärbt sind.

Jungvögel ähneln dem Weibchen, sind jedoch auf der Unterseite stärker gefleckt und an den hellen Schaftstrichen an Rücken, Schulterfedern und Flügeldecken zu erkennen.

Bemerkung:
Die Amsel war bis heute noch niemals "Vogel des Jahres" in Deutschland.

Allgemeine Informationen:
Systematik:

• Klasse: Vögel (Aves)
• Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
• Unterordnung: Singvögel (Passeri)
• Familie: Drosseln (Turdidae)
• Gattung: Echte Drosseln (Turdus)

Daten (Durchschnitt):

• Längeca. 24 - 25 cm
• Spannweiteca. 34 - 39 cm
• Gewichtca. 110 Gramm
• Lebens­erwartung: ca. 3.6 Jahre

Nest:

• NestartHalbhöhlenbrüter
• BrutzeitFerbuar - August
• Brutdauer14 Tage
• Anzahl Eier: 4 - 5 / Gelege
• Anzahl Gelege: 2 - 4 pro Jahr

Rote Liste:

Nein

(gilt als nicht gefährdet)


Vorkommen / Natürliche Nahrung:

Vorkommen
Ganzjährig (Standvogel / Kurzstreckenzieher).
Ursprünglich war die Amsel ein Waldvogel des Waldes, wo sie auch heute noch anzutreffen ist. Vor ca. 150 Jahren wanderten sie über siedlungsnahe Parkanlagen und Gärten langsam bis in die Stadtzentren.
Amseln bewohnen sowohl dichte Wälder wie auch kleinere Gehölze, Parkanlagen, Friedhöfe, Gärten, Siedlungen und Grossstädte.


Nahrung (in der Natur)
Amseln sind Allesfresser, benötigen jedoch stets eine gewissen Menge an tierischer Nahrung. Zur tierischen Nahrung gehören u.a. Regenwürmer, Käfer, Schnecken, Tausendfüssler, Spinnen und andere Insekten.
Selbst kleine Wirbeltiere wie Eidechsen, Lurche, Mäuse sowie in Ausnahmefällen auch kleine Schlangen können zum Opfer von Amseln werden. Sind diese Nahrungsquellen nicht auffindbar sind Beeren und Früchte eine gute Alternative.

Amselweibchen im Sonnenaufgang
Foto: © www.birdphoto.nl
Bestand / Feinde:
Das Amselmännchen geniesst von einem gut gefüllten Grundfuttertisch
Bestand
Die europäische Brutpopulation der Amsel wird Total auf ca. 40'000'000 - 80'000'000 Paare geschätzt.
• Deutschland: 6'700'000 - 8'200'000 (2008)
• Österreich: 350'000 - 700'000
• Schweiz: 400'000 - 600'000 (2004)

Natürliche Feinde
Der Hauptfeind von ausgewachsenen Amseln sind Sperber, Habicht, Mäusebussard, Rotmilan und Waldkauz.
Andere Feinde: Falken, Waldohreule, Uhu, Katzen

Feinde der Jungvögel im Nest:
Wiesel, Eichhörnchen, Rabenvögel 

Wie können Sie der Amsel helfen?
Die Amsel macht dankbar gebrauch von Ihrer Hilfe.
Platzieren Sie Futtersysteme, (Nistkästen) und Wassertränken in Ihrem Garten und geniessen Sie von diesem aussergewöhnlichen Frühaufsteher.
Zufütterung (Vorliebe):

• Obst
• Streufutter
Geschrotete / gehakte Erdnüsse
• Mehlwürmer

Geeignete Futtersysteme:

• Futtertische
• Futterschalen und offene Futterhäuser
• Futtersäulen mit Auffangschale
• Fensterfuttersysteme

Geeignete Nisthilfen:

Amseln sind Halbhöhlenbrüter und bevorzugen einen offenen Nistkasten, jedoch machen sie nur gelegentlich Gebrauch von Nisthilfen.
In der Natur befindet sich das Nest der Amsel meistens in Hecken, Effeuwänden, Sträuchern und Bäumen, gelegentlich auch an merkwürdigen Standorten wie z.B. im Motorraum von abgestellten Autos, fahrenden Kränen oder Leuchtreklame-Schriftzüge.

Wassertränken:

Genauso wie wir Menschen benötigen ebenfalls wilde Vögel Wasser zum zu überleben.
Reine Insektenfresser (regenerieren Feuchtigkeit aus dem Futter) trinken ca. 1 - 2 Mal pro Tag, währenddessen Samenfresser häufiger zur Wasserstelle kommen, da ihre Futterquelle sehr wenig Feuchtigkeit enthält.

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